Sie sollten bei der Auswahl ihres Krankenhauses darauf achten, dass ihr Kind einen sanften Weg in diese Welt erlebt.

Was ist "Sanfte Geburt"?

Frédérick Leboyer (*1918) gilt als "Vater" der sanften Geburt. Der französische Frauenarzt und Geburtshelfer war lange in einer Pariser Klinik tätig. Die sanfte Geburtsmedizin, wird deshalb auch Leboyer-Methode genannt.

F. Leboyer forderte, daß das Neugeborene liebevoll und ohne unnötigen Stress auf die Welt gebracht werden soll. Das Baby soll aus der Geborgenheit des Mutterleibes langsam an die körperliche Veränderung gewöhnt werden. Hierzu gehören folgende Maßnahmen:

  • Das Neugeborene wird auf den mütterlichen Bauch gelegt, um dort Wärme zu spüren und Herztöne der Mutter zu hören. So kann sich der neue Erdenbürger besser von den Strapazen der Geburt erholen.
  • Die Nabelschnur wird nicht sofort nach der Geburt durchtrennt, weil dem Kind so die Umstellung auf die selbständige Atmung leichter fallen soll.
  • Mutter und Kind wird Zeit gegeben, sich an die neue Situation zu gewöhnen, danach wird der Säugling zum ersten Mal an die Brust gelegt.
  • Grundsätzlich wird mit dem Neugeborenen sanft umgegangen, sofern keine besonderen medizinischen Maßnahmen erforderlich werden.
  • Der Entbindungsraum soll warm und das Licht gedämpft sein, um den Säugling an den Übergang aus dem warmen Mutterleib zu gewöhnen.

     

Leboyer hat auch die im Ayurveda verwurzelte indische Babymassage nach Europa gebracht.

Quelle: Wikipedia